Honig, seit Jahrtausenden als „Speise der Götter“ verehrt, ist mehr als nur eine süße Verführung. Diese goldene Delikatesse, die von Bienen aus dem Nektar der Blüten produziert wird, birgt zahlreiche Geheimnisse, die ihre Popularität in verschiedenen Kulturen der Welt bis heute aufrechterhalten.
Doch woraus besteht Honig eigentlich? Chemisch betrachtet ist er eine übersättigte Zuckerlösung, deren Zusammensetzung von der Tracht und von der Arbeit der Bienen im Stock bestimmt wird.
Von den beiden Hauptzuckern über den Wassergehalt bis zu HMF und Invertase lässt sich Honig anhand weniger Kennzahlen sehr genau beschreiben. Dieser Artikel ordnet diese Werte ein, erklärt, welche Vorgaben Honigverordnung und Deutscher Imkerbund machen, und zeigt, wie sich die Sorten in Farbe, Aroma und Kristallisationsverhalten unterscheiden. Tauchen Sie mit uns ein in die faszinierende Welt des Honigs und entdecken Sie, was ihn zu einer wahrhaft göttlichen Speise macht.
Woraus Honig besteht
Honig gilt seit Jahrhunderten als wertvolles Lebensmittel. Er wird von Bienen aus Nektar oder Honigtau erzeugt und besteht überwiegend aus den beiden Einfachzuckern Fructose und Glucose. Dazu kommen geringe Mengen weiterer Zucker, Enzyme, Aroma- und Farbstoffe sowie Pollen aus der jeweiligen Tracht.
Der Wassergehalt ist dabei die wichtigste Kennzahl: Nach der Honigverordnung darf er höchstens 20 Prozent betragen, der Deutsche Imkerbund verlangt für seine Gläser sogar höchstens 18 Prozent. Ein niedriger Wassergehalt ist der Grund dafür, dass Honig lange lagerfähig ist und nicht zu gären beginnt.
Honig ist nicht gleich Honig
Honig ist ein Naturprodukt, das seit Jahrhunderten als Süßungsmittel verwendet wird. Woraus besteht Honig? Hauptsächlich aus Zucker; der enthaltene Zucker besteht zum Großteil aus Fructose und Glucose.
Diese natürlichen Zuckerarten verleihen dem Honig seine besondere Süße und sorgen dafür, dass schmeckt Honig je nach Sorte und Herkunft unterschiedlich – von blumig-mild bis kräftig-würzig.
Das Verhältnis der beiden Zucker zueinander hängt von der Tracht ab und entscheidet über die Konsistenz im Glas. Glucose ist schlechter wasserlöslich als Fructose und fällt als Kristall aus, weshalb glucosereiche Sorten schnell fest werden. Fructosereiche Sorten bleiben dagegen über Monate flüssig.
Raps, Löwenzahn und Sonnenblume zählen zu den glucosereichen Sorten und werden bereits wenige Tage nach der Ernte fest. Akazienhonig steht dagegen oft monatelang klar im Glas.
Honig ist ein zuckerreiches und entsprechend energiedichtes Lebensmittel. Die Kristallisation ist dabei ein rein physikalischer Vorgang und kein Hinweis auf einen Qualitätsmangel.
Wassergehalt, HMF und Invertase
Honig enthält Enzyme, die die Bienen beim Sammeln und Verarbeiten des Nektars einbringen. Eines davon, die Invertase, dient als Kennzahl dafür, wie schonend ein Honig gewonnen und gelagert wurde.
Der Deutsche Imkerbund verlangt für seine Gläser einen Invertasewert von mindestens 64 U/kg; die Honigverordnung selbst macht dazu keine Vorgabe.
Die zweite Kennzahl ist HMF, ein Abbauprodukt des Fruchtzuckers, das bei Wärme und langer Lagerung entsteht. Die Honigverordnung erlaubt höchstens 40 mg/kg, der Deutsche Imkerbund höchstens 15 mg/kg. Fest gewordener Honig wird deshalb unter 40 Grad Celsius verflüssigt, gemessen im Honig selbst.
Enzyme im Honig und was sie über die Verarbeitung verraten
Honig ist weit mehr als nur ein Süßungsmittel. Als Naturprodukt enthält er eine Reihe von Enzymen, die die Bienen im Stock einbringen. Diese Enzyme sind wärmeempfindlich und dienen deshalb in der Qualitätsprüfung als Anhaltspunkt für die Verarbeitung.
Wird ein Honig zu warm gelagert oder zu stark erwärmt, sinkt der Invertasewert und der HMF-Gehalt steigt an – beides ist im Labor messbar.
Neben den Enzymen enthält Honig geringe Mengen an Aroma- und Farbstoffen sowie Pollen aus der jeweiligen Tracht. Diese Bestandteile machen nur einen kleinen Teil aus, prägen aber Farbe, Duft und Geschmack des Glases.
Der weitaus größte Teil bleibt jedoch Zucker: Fructose und Glucose machen zusammen den Hauptanteil aus, dazu kommen nur geringe Mengen weiterer Zuckerarten.
Sortenbezeichnung und Kennzeichnung auf dem Etikett
Die Zusammensetzung des Honigs hängt von der Tracht ab, aus der er stammt. Wer eine Sorte auf dem Etikett nennt, muss dafür geradestehen: Die Sortenbezeichnung setzt voraus, dass der Honig überwiegend aus der genannten Tracht stammt. Nachgewiesen wird das über Pollenanalyse, elektrische Leitfähigkeit und sensorische Prüfung.
Auf dem Etikett stehen außerdem das Herkunftsland, die Füllmenge und das Mindesthaltbarkeitsdatum. Blütenhonig und Honigtauhonig werden dabei als eigene Kategorien geführt, weil sie aus unterschiedlichen Rohstoffen entstehen.
Der Deutsche Imkerbund vergibt darüber hinaus ein eigenes Gewährverschlussglas, für das strengere Grenzwerte gelten als in der Honigverordnung.
Wie unterscheiden sich die verschiedenen Honigsorten?
Bei der Unterscheidung der verschiedenen Honigsorten spielt die Herkunft der Nektarquellen eine wichtige Rolle. Je nachdem, welche Blumen und Pflanzen die Bienen bestäuben, weist der daraus gewonnene Honig verschiedene Geschmacksprofile, Farbtöne und Gehalte an Mineralstoffen und Proteinen auf.
Es gibt über 300 anerkannte Honigsorten, von denen jede ihre eigene einzigartige Textur, Farbe und den Geschmack aufweist, die sich aus der spezifischen Kombination von Nektarquellen ergeben.
Auch Farbe und Kristallisationsverhalten variieren stark zwischen den Sorten. Dunkle Sorten wie Wald- oder Buchweizenhonig fallen im Glas sofort auf, helle wie Akazien- oder Rapshonig deutlich weniger.
Es ist jedoch zu beachten, dass Honig für Kinder unter einem Jahr nicht geeignet ist, da er Sporen des Bakteriums Clostridium botulinum enthalten kann. Honig oder honighaltige Produkte sollten deshalb erst ab einem Alter von mindestens einem Jahr in die Ernährung eines Kindes aufgenommen werden.
Blütenhonig und Waldhonig: Herkunft, Farbe und Leitfähigkeit
Blütenhonig und Waldhonig unterscheiden sich schon im Rohstoff. Blütenhonig entsteht aus dem Nektar der Blüten, Honigtauhonig – im Handel meist Waldhonig genannt – dagegen aus den zuckerhaltigen Ausscheidungen von Blatt- und Schildläusen, die Bienen an Nadeln und Blättern aufnehmen.
Honigtauhonig ist deutlich dunkler und weist eine höhere elektrische Leitfähigkeit auf, die im Labor bestimmt wird und zur Einordnung der Sorte dient. Beide Honige bleiben am besten kühl, trocken und dicht verschlossen gelagert und werden nur unter 40 Grad Celsius verflüssigt.
Der Einfluss der Imkerei auf die Qualität des Honigs
Um die Qualität des Honigs zu bewahren, spielt die Imkerei eine ungemein wichtige Rolle. Die Beschaffenheit des Honigs hängt nicht nur von den Nektarquellen und der Blütenvielfalt ab, sondern auch von den Methoden und Techniken, die der Imker anwendet.
Dabei besteht Honig hauptsächlich aus Fructose und Glucose, daneben aus geringen Mengen weiterer Zucker, Enzyme, Aroma- und Farbstoffe sowie Pollen.
Auf der anderen Seite muss bei der Honiggewinnung darauf geachtet werden, dass der Honig nicht überhitzt oder zu stark gefiltert wird, da sonst der HMF-Wert steigt und die Invertase abnimmt. Beim Schleudern, Sieben und Abfüllen bleibt die Temperatur deshalb unter 40 Grad Celsius, gemessen im Honig selbst.
Wie Honig geerntet und abgefüllt wird
Geerntet wird Honig, sobald die Bienen die Waben verdeckelt haben und der Wassergehalt niedrig genug ist. Der Imker prüft diesen Wert vor dem Schleudern mit einem Refraktometer.
Anschließend werden die Wachsdeckel von den Waben entfernt und der Honig in einer Schleuder aus den Zellen geholt. Danach wird er gesiebt, in Klärbehältern stehen gelassen und abgeschäumt, bevor er ins Glas kommt.
Sorten, die schnell kristallisieren, werden vor dem Abfüllen mehrfach gerührt, damit sich feine statt grobe Kristalle bilden und der Honig streichfähig bleibt. Diese Arbeit fällt je nach Tracht über mehrere Tage an.
Abgefüllt wird in dicht schließende Gläser, die kühl, trocken und dunkel gelagert werden. Honig nimmt Wasser aus der Luft und Gerüche aus der Umgebung auf, weshalb offene Gefäße dafür ungeeignet sind.
Honig in der Küche: Aroma, Farbe und Konsistenz
Seit der Antike wird Honig als Süßungsmittel und als Zutat in der Küche verwendet. In der Rezeptur verhält er sich anders als Haushaltszucker, weil er Wasser enthält und zusätzlich Feuchtigkeit bindet.
Gebäck mit Honig bleibt deshalb länger saftig und bräunt schneller; die Backtemperatur wird dafür meist etwas niedriger angesetzt als im Originalrezept.
Honig gilt seit der Antike als „Speise der Götter“. Milde Sorten wie Akazie eignen sich zum Süßen von Getränken, kräftige Sorten wie Wald- oder Kastanienhonig setzen einen eigenen Akzent.
Wird Honig in heiße Getränke gerührt, verändern sich Aroma und Enzymgehalt; unterhalb von 40 Grad Celsius bleiben die sortentypischen Aromen dagegen erhalten.
Warum Honig kristallisiert und wie er wieder flüssig wird
Honig ist chemisch betrachtet eine übersättigte Zuckerlösung. Dies ist in erster Linie auf die hohe Konzentration von Zucker, insbesondere Fructose und Glucose, zurückzuführen, aus der der Honig besteht.
Glucose ist deutlich schlechter wasserlöslich als Fructose und fällt daher als Kristall aus. Je höher der Glucoseanteil eines Honigs ist, desto schneller wird er fest.
Raps, Löwenzahn und Sonnenblume gehören zu den Sorten, die schon wenige Tage nach der Ernte fest werden; Akazienhonig mit seinem hohen Fructoseanteil bleibt dagegen monatelang flüssig.
Fest gewordener Honig lässt sich im Wasserbad wieder verflüssigen. Die Temperatur bleibt dabei unter 40 Grad Celsius, gemessen im Honig selbst, damit HMF und Invertase innerhalb der Vorgaben bleiben.
Zuckerarten im Honig und ihr jeweiliger Anteil
Der Hauptbestandteil von Honig ist Zucker: rund 80 Prozent des Glasinhalts, wobei es sich hauptsächlich um Fruchtzucker (Fructose) und Traubenzucker (Glucose) handelt. Der Rest ist überwiegend Wasser, das nach der Honigverordnung höchstens 20 Prozent ausmachen darf.
Daneben finden sich geringe Mengen weiterer Zuckerarten, etwa Malzzucker und Melezitose, die je nach Tracht unterschiedlich stark vertreten sind.
Melezitose ist unter Imkern gefürchtet, weil sie bereits in der Wabe auskristallisiert und sich der sogenannte Zementhonig dann nicht mehr schleudern lässt. Der Anteil der einzelnen Zuckerarten wird im Labor bestimmt.
Der genaue Anteil der Zuckerarten schwankt von Ernte zu Ernte und ist einer der Gründe, warum kein Glas dem anderen gleicht.
Warum Säuglinge lieber keinen Honig essen sollten
Honig ist für Säuglinge unter einem Jahr nicht geeignet. Der Grund dafür liegt in Sporen, die im Honig vorhanden sein können.
Es handelt sich um Sporen des Bakteriums Clostridium botulinum, die in Honig vorkommen können. Ein entsprechender Hinweis findet sich auf vielen Etiketten und ist im Handel üblich.
Zudem ist Honig ein sehr zuckerreiches Lebensmittel. Es ist wichtig zu beachten, dass Honig nicht gleich Honig ist und die Zusammensetzung je nach Sorte variiert.
Daher ist es besser, bei der Ernährung von Kleinkindern auf Nummer sicher zu gehen und Honig erst ab einem Alter von zwölf Monaten anzubieten. Beim Thema Honig für Kinder ist Vorsicht besser als Nachsicht – das gilt auch für Gebäck und Getränke, in denen Honig verarbeitet wurde.
Honigtauhonig und Blütenhonig im Vergleich
Blütenhonig entsteht aus Nektar, den Bienen an den Blüten aufnehmen. Honigtauhonig geht dagegen auf die zuckerhaltigen Ausscheidungen von Blatt- und Schildläusen zurück, die an Nadeln und Blättern sitzen.
Optisch lassen sich die beiden Gruppen meist gut auseinanderhalten: Honigtauhonig ist dunkler, von bräunlicher bis fast schwarzgrüner Farbe, Blütenhonig heller und je nach Tracht fast wasserklar bis goldgelb. Im Labor wird zusätzlich die elektrische Leitfähigkeit gemessen, die bei Honigtauhonig deutlich höher liegt.
Auch im Kristallisationsverhalten unterscheiden sich die beiden Gruppen: Honigtauhonig bleibt wegen seines geringeren Glucoseanteils meist länger flüssig als klassischer Blütenhonig.
Im Geschmack ist Honigtauhonig kräftig und würzig mit malzigen Noten, während Blütenhonig je nach Tracht blumig-mild bis herb ausfällt. In der Küche wird deshalb oft heller Blütenhonig zum Süßen und Waldhonig als eigenständige Zutat verwendet.
Der hohe Zuckeranteil: Honig im Vergleich mit anderen Süßungsmitteln
Honig besteht hauptsächlich aus Zucker, enthält daneben aber Enzyme, Aroma- und Farbstoffe sowie Pollen. Raffinierter Haushaltszucker ist dagegen reine Saccharose, ein Zweifachzucker ohne Aroma- und Begleitstoffe aus einer bestimmten Tracht.
Der entscheidende Unterschied im Geschmack liegt darin, dass Honig sortentypische Aromen mitbringt, die Haushaltszucker nicht hat.
Bestimmte Personengruppen sollten auf Honig verzichten: Für Kinder unter zwölf Monaten ist er nicht geeignet, da er Sporen des Bakteriums Clostridium botulinum enthalten kann.
Ein Warnhinweis für Personen mit einer bekannten Allergie gegen Bienenprodukte ist ebenfalls üblich. Im Übrigen bleibt Honig ein zuckerreiches Lebensmittel, dessen Energiegehalt dem von Haushaltszucker nahekommt und der entsprechend sparsam dosiert wird.
Honig in der Küche: Dosierung und Süßkraft
Beim Kochen und Backen ist zu berücksichtigen, dass der Hauptbestandteil von Honig Zucker ist. Der im Honig enthaltene Zucker besteht zum größten Teil aus Fructose und Glucose, wodurch er süßer schmeckt als herkömmlicher Haushaltszucker.
Daher wird beim Ersetzen von Haushaltszucker durch Honig üblicherweise eine kleinere Menge verwendet und die Flüssigkeit im Rezept entsprechend angepasst.
Einer der Gründe, warum Honig in der Küche so vielseitig ist, liegt in seiner Zusammensetzung. Zusätzlich zu Fructose und Glucose enthält er Enzyme sowie Aroma- und Farbstoffe, die den Charakter der jeweiligen Tracht mitbringen.
Dennoch bleibt festzuhalten, dass der im Honig enthaltene Zucker Zucker bleibt und der Energiegehalt entsprechend hoch ist. Beim Süßen lohnt es sich daher, die Sorte nach ihrem Aroma und nicht nur nach der Menge auszuwählen.
Rechtliche Vorgaben und Kennzeichnung von Honig
Was in Deutschland als Honig verkauft werden darf, regelt die Honigverordnung. Sie legt unter anderem fest, dass der Wassergehalt höchstens 20 Prozent und der HMF-Gehalt höchstens 40 mg/kg betragen darf und dass dem Honig nichts zugesetzt und nichts entzogen werden darf.
Der Deutsche Imkerbund geht mit seinen eigenen Vorgaben darüber hinaus: höchstens 18 Prozent Wasser, höchstens 15 mg/kg HMF und mindestens 64 U/kg Invertase.
Auf dem Etikett müssen Herkunftsland, Füllmenge und Mindesthaltbarkeitsdatum stehen. Wird eine Sorte genannt, muss der Honig überwiegend aus dieser Tracht stammen; geprüft wird das über Pollenanalyse, elektrische Leitfähigkeit und sensorische Prüfung.
Die wichtigsten Kennzahlen und Pflichtangaben im Überblick:
- Honig besteht überwiegend aus Fructose und Glucose, dazu kommen geringe Mengen weiterer Zucker, Enzyme, Aroma- und Farbstoffe sowie Pollen aus der jeweiligen Tracht.
- Der Wassergehalt darf nach der Honigverordnung höchstens 20 Prozent betragen, beim Deutschen Imkerbund höchstens 18 Prozent.
- HMF darf nach der Honigverordnung höchstens 40 mg/kg betragen, beim Deutschen Imkerbund höchstens 15 mg/kg.
- Die Invertase muss beim Gewährverschluss des Deutschen Imkerbunds mindestens 64 U/kg erreichen.
- Verflüssigt wird Honig unter 40 Grad Celsius, gemessen im Honig selbst, damit diese Werte eingehalten bleiben.
Für Bio-Honig gelten zusätzlich die Vorgaben der EU-Öko-Verordnung, etwa zur Standortwahl der Bienenstände und zu den Materialien, die in der Beute verwendet werden dürfen.
- Biologischer Honig ist eine gute Wahl für Menschen, die nachhaltige landwirtschaftliche Praktiken unterstützen möchten.
- Im Vergleich zum herkömmlichen Anbau enthalten Bio-Honige weniger Pestizide und andere chemische Rückstände.
Es wird jedoch darauf hingewiesen, dass alle Arten von Honigen Allergene enthalten können. Personen mit bekannter Allergie gegen Bienenprodukte sollten daher vorsichtig sein.
- Personen mit bekannten Allergien gegen Bienenprodukte sollten vor dem Konsum Rücksprache mit einem Arzt halten.
- Es ist wichtig, sich bewusst zu sein, dass Honig – auch Bio-Honig – Allergene enthalten kann.
Tipps zur Verwendung von Honig in der Küche
Die Aromenvielfalt von Honig ist beachtlich; je nach Tracht reicht sie von blumig-mild bis kräftig-würzig. Eine einfache Möglichkeit, Honig in der Küche einzusetzen, besteht darin, ihn anstelle von raffiniertem Zucker zum Süßen zu verwenden. Honig statt gewöhnlichem Zucker in Getränken und Desserts bringt zusätzlich das Aroma der Sorte mit.
Zusätzlich eignet sich Honig für Marinaden, Dressings und Gebäck. Sein hoher Anteil an Glucose und Fructose sorgt beim Backen für eine schnellere Bräunung, weshalb die Ofentemperatur meist etwas niedriger gewählt wird als bei Rezepten mit Haushaltszucker.
Zu beachten ist außerdem, dass Honig deutlich süßer schmeckt als Haushaltszucker. Daher ist eine sorgfältige Dosierung sinnvoll, damit das Aroma der jeweiligen Sorte nicht von der Süße überdeckt wird.
Was macht Honig zum „flüssigen Gold“?
Honig, oftmals als „flüssiges Gold“ bezeichnet, fasziniert Menschen seit Jahrtausenden durch seine Süße, seine Farbe und die Vielfalt der Sorten. Ein einziges Glas ist das Ergebnis unzähliger Sammelflüge und mehrerer Arbeitsschritte im Bienenstock, bevor der Imker überhaupt schleudern kann.
Einer der Gründe für den Namen ist die Farbe: Je nach Tracht reicht sie von fast wasserklar über goldgelb bis zu dunklem Braun mit grünlichem Schimmer. Wie ein Honig am Ende aussieht und schmeckt, hängt von der Tracht, der Erntezeit und der Verarbeitung im Schleuderraum ab.
Deshalb gleicht kein Glas dem anderen, selbst wenn es vom selben Bienenstand stammt. Schon eine andere Blühfolge im Frühjahr verändert Farbe, Aroma und Kristallisationsverhalten der Ernte.
Die faszinierende Arbeit der Bienen und wie daraus Honig wird
Die Sammelarbeit der Bienen ist ein faszinierender Prozess, der letztlich zur Honigproduktion führt. Den Nektar, den sie von Blüten sammeln, verwandeln sie durch ihre eigenen Enzyme in Honig. Dabei sinkt der Wassergehalt deutlich unter den des ursprünglichen Nektars.
Erst wenn der Wassergehalt niedrig genug ist, verdeckeln die Bienen die Zellen mit Wachs. Für den Imker ist diese Verdeckelung das Zeichen, dass der Honig erntereif ist.
Neben Honig liefert das Bienenvolk weitere Erzeugnisse: Bienenwachs aus den Wachsdrüsen der Arbeiterinnen, Propolis aus Knospenharz, Blütenpollen aus der Pollenfalle und Gelée Royale aus den Futtersaftdrüsen der Ammenbienen. Darüber hinaus werden Honig und Bienenwachs als Rohstoffe in der Kosmetikherstellung verwendet.
Aber trotz all dieser Vielfalt bleibt Honig ein sehr zuckerreiches Lebensmittel. Es ist außerdem zu beachten, dass Honig für Kinder unter einem Jahr nicht geeignet ist, da er Sporen des Bakteriums Clostridium botulinum enthalten kann.
Weitere Bestandteile im Honig: Pollen, Aroma- und Farbstoffe
Beim Honig handelt es sich um ein Naturprodukt, das neben den Zuckern eine Reihe weiterer Bestandteile enthält. Diese machen mengenmäßig nur einen kleinen Teil aus, prägen aber Farbe, Duft und Geschmack des Glases.
Dazu zählen Aroma- und Farbstoffe aus der jeweiligen Tracht sowie Pollen, die beim Sammeln in den Nektar gelangen und später die Bestimmung der Sorte ermöglichen.
Propolis ist dagegen kein Bestandteil des Honigs, sondern ein eigenes Bienenerzeugnis: Harz von Knospen und Baumrinde, das die Bienen mit Wachs und eigenem Sekret vermischen und mit dem sie Ritzen im Stock abdichten.
Die Pollenanalyse gehört neben der Messung der elektrischen Leitfähigkeit und der sensorischen Prüfung zu den Verfahren, mit denen sich die Tracht eines Honigs nachweisen lässt. Erst dieser Nachweis erlaubt eine Sortenangabe auf dem Etikett.
Antworten auf häufig gestellte Fragen zu Honig
Woraus besteht Honig?
Honig besteht überwiegend aus Fructose und Glucose. Dazu kommen geringe Mengen weiterer Zucker, Enzyme, Aroma- und Farbstoffe sowie Pollen aus der jeweiligen Tracht.
Wie viel Wasser darf Honig enthalten?
Nach der Honigverordnung darf der Wassergehalt höchstens 20 Prozent betragen. Der Deutsche Imkerbund verlangt für seine Gläser höchstens 18 Prozent.
Was sagen HMF und Invertase über einen Honig aus?
Beide Werte zeigen, wie schonend ein Honig gewonnen und gelagert wurde. HMF darf höchstens 40 mg/kg betragen, beim Deutschen Imkerbund höchstens 15 mg/kg; die Invertase mindestens 64 U/kg.
Wie unterscheiden sich die verschiedenen Honigsorten?
Die Unterschiede zwischen den Honigsorten hängen hauptsächlich von den Pflanzen ab, von denen die Bienen den Nektar sammeln. Dies beeinflusst Farbe, Geschmack und Kristallisationsverhalten des Honigs.
Warum wird Honig fest?
Glucose ist schlechter wasserlöslich als Fructose und fällt als Kristall aus. Glucosereiche Sorten wie Raps werden schnell fest, fructosereiche wie Akazie bleiben lange flüssig.
Warum sollten Säuglinge keinen Honig essen?
Honig kann Sporen des Bakteriums Clostridium botulinum enthalten. Daher sollte Honig erst ab einem Alter von 12 Monaten gegeben werden.
Wie unterscheidet sich Honig von Haushaltszucker?
Honig besteht aus den Einfachzuckern Fructose und Glucose, Haushaltszucker dagegen aus dem Zweifachzucker Saccharose. Zusätzlich bringt Honig Aroma- und Farbstoffe der jeweiligen Tracht mit.
Wie wird Honig richtig gelagert?
Honig wird kühl, trocken, dunkel und dicht verschlossen gelagert, da er Wasser aus der Luft und Gerüche aus der Umgebung aufnimmt. Verflüssigt wird er im Wasserbad bei unter 40 Grad Celsius, gemessen im Honig selbst.
Was macht Honig zum „flüssigen Gold“?
Honig wird oft als „flüssiges Gold“ bezeichnet, weil seine Farbe je nach Tracht von hellgelb bis dunkelbraun reicht. Darüber hinaus erfordert seine Herstellung eine Menge Arbeit von den Bienen, was ihn wertvoll macht.
Welche weiteren Bestandteile enthält Honig?
Neben den Zuckern enthält Honig Enzyme, Aroma- und Farbstoffe sowie Pollen aus der jeweiligen Tracht. Diese Bestandteile prägen Farbe, Duft und Geschmack der einzelnen Sorte.
