Bienenprodukte: Propolis, Pollen, Gelée Royale und Bienenbrot

Honig ist das bekannteste, aber nicht das einzige Erzeugnis eines Bienenvolkes. Propolis, Blütenpollen, Gelée Royale, Bienenbrot und Wachs entstehen alle im selben Stock, aber auf völlig verschiedenen Wegen — und sie werden im Handel entsprechend unterschiedlich behandelt.

Dieser Bereich beschreibt, was diese Erzeugnisse sind, wie sie gewonnen werden und woran sie sich unterscheiden. Er trifft keine Aussagen über gesundheitliche Wirkungen.

Die fünf Erzeugnisse im Überblick

Erzeugnis Woraus es entsteht Wie es gewonnen wird
Honig Nektar oder Honigtau, von den Bienen mit Enzymen versetzt und eingedickt Verdeckelte Waben werden entdeckelt und geschleudert
Propolis Harz von Knospen und Baumrinde, vermischt mit Wachs und Drüsensekret Über ein Propolisgitter im Stock, anschließend gekühlt und gereinigt
Blütenpollen Pollen, den die Sammlerinnen als Höschen an den Hinterbeinen eintragen Pollenfalle am Flugloch, danach sieben und trocknen oder einfrieren
Gelée Royale Futtersaft aus den Futtersaftdrüsen der Ammenbienen Umlarven in Weiselzellen und Absaugen — sehr arbeitsintensiv
Bienenbrot (Perga) Pollen, in der Wabenzelle eingestampft und milchsauer fermentiert Aus den Waben herausgelöst; deutlich seltener im Handel

Blütenpollen und Bienenbrot sind nicht dasselbe

Der Unterschied liegt in der Fermentation

Beide bestehen aus Pollen, aber der Unterschied ist grundlegend. Blütenpollen wird am Flugloch abgestreift, bevor die Biene ihn einlagert — er wird getrocknet und bleibt körnig und trocken.

Bienenbrot dagegen ist Pollen, den die Bienen bereits in einer Zelle eingestampft, mit Honig und Sekret vermischt und mit Wachs verschlossen haben. Darin läuft eine milchsaure Fermentation ab, die den pH-Wert senkt und den Pollen haltbar macht. Bienenbrot ist deshalb dunkler, säuerlicher und liegt in Bröckchenform vor.

Was die Bienen selbst betrifft

Zu den Bienen als Tieren — Arten, Lebensweise, Bestäubung, Wildbienen und Naturschutz — gibt es Portale, die das seit Jahrzehnten und mit institutionellem Rückhalt tun. Für belastbare Auskünfte dazu sind der Deutsche Imkerbund, der NABU und die Fachportale zur Wildbienenbestimmung die besseren Anlaufstellen. Diese Seite konzentriert sich auf das, was aus dem Stock herauskommt.

Wer selbst mit der Imkerei anfangen möchte, findet einen Einstieg unter Imkern für Anfänger.

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