Neben dem Honig bringt ein Bienenvolk noch eine Reihe weiterer Erzeugnisse hervor, die in der Imkerei geerntet und im Handel angeboten werden.
Dazu zählen Honig aus Nektar oder Honigtau, Blütenpollen aus der Pollenfalle, Gelée Royale aus den Futtersaftdrüsen der Ammenbienen und insbesondere Propolis. Jedes dieser Erzeugnisse hat im Bienenvolk eine eigene Aufgabe und wird auf eine eigene Weise gewonnen.
Propolis, oft als „Bienenkleber“ oder Kittharz bezeichnet, ist Harz von Knospen und Baumrinde, das die Bienen sammeln und mit Wachs und eigenem Sekret vermischen. Im Stock dichten sie damit Ritzen ab und überziehen Oberflächen.
Dieser Artikel beschreibt, woraus Propolis besteht, welche Aufgabe es im Bienenvolk erfüllt, wie Imker es ernten und in welchen Formen es gehandelt wird.
Was Propolis im Bienenvolk ist
Propolis, oft als „Bienenleim“ bezeichnet, gehört zu den Erzeugnissen, die im Bienenstock entstehen. Die Bienen tragen das Harz von Knospen und Baumrinde ein und verarbeiten es mit Wachs und eigenem Sekret zu einer klebrigen Masse.
Im Volk hat Propolis eine bauliche Aufgabe: Damit werden Ritzen und Spalten in der Beute abgedichtet, Rähmchen verkittet und die Innenwände geglättet. Auch das Flugloch wird bei Bedarf damit verengt.
Ebenso wie Honig und Gelée Royale ist auch Propolis ein Erzeugnis der Biene, das seit Jahrhunderten geerntet wird. Anders als Honig ist es jedoch kein Vorrat, sondern ein Baustoff des Volkes.
Seine Farbe reicht je nach Harzquelle von gelblich über rotbraun bis fast schwarz, der Geruch ist würzig und harzig. Bei Wärme ist Propolis weich und klebrig, bei Kälte hart und spröde.
Woraus Propolis besteht
Propolis ist eine harzige Masse, die im Bienenstock entsteht. Ausgangsstoff ist das Harz, das die Bienen an Knospen und Baumrinde aufnehmen und in ihren Körbchen an den Hinterbeinen zum Stock tragen.
Im Stock wird dieses Harz mit Wachs und eigenem Sekret der Bienen vermischt, wodurch die typische kittartige Konsistenz entsteht. Auch Pollenreste gelangen dabei mit in die Masse.
Die genaue Zusammensetzung schwankt erheblich, denn sie hängt davon ab, an welchen Bäumen die Bienen das Harz aufgenommen haben. Pappel, Birke, Kastanie und Nadelbäume sind in Mitteleuropa die häufigsten Quellen.
Aus diesem Grund unterscheiden sich Farbe, Geruch und Konsistenz von Propolis je nach Standort und Erntejahr deutlich. Eine einheitliche Rezeptur wie bei einem industriellen Produkt gibt es hier nicht.
Aussehen, Geruch und Konsistenz von Propolis
Propolis, eine Harzmasse, die Bienen sammeln und verarbeiten, ist an seiner klebrigen Beschaffenheit gut zu erkennen. Es setzt sich zusammen aus Harz, Pollenresten, Wachsen und ätherischen Ölen sowie geringen Mengen weiterer Begleitstoffe.
Bei Zimmertemperatur ist Propolis zäh und lässt sich kneten; im Kühlschrank oder Gefrierfach wird es hart und lässt sich zerbrechen und mahlen.
Im Handel begegnet Propolis am häufigsten als Tinktur. Tinkturen sind alkoholische Auszüge, deren Propolisanteil auf dem Etikett in Prozent angegeben wird, etwa als Tinktur 20 oder 40.
Daneben werden Rohpropolis in Brocken und gereinigtes Granulat angeboten, außerdem Kapseln, Cremes und Salben mit Propolisanteil.
Propolis als Rohstoff in Kosmetik
Propolis wird auch als Rohstoff in kosmetischen Mitteln eingesetzt. In der Zutatenliste erscheint es unter INCI-Bezeichnungen wie Propolis Extract oder Propolis Cera.
Kosmetische Mittel unterliegen in der EU der Kosmetikverordnung 1223/2009. Vorgeschrieben sind unter anderem eine Sicherheitsbewertung vor dem Inverkehrbringen, die Kennzeichnung mit INCI-Bezeichnungen und eine Haltbarkeitsangabe.
Wer Kosmetik selbst herstellt, sollte wissen, dass diese Vorgaben auch für kleine Mengen gelten: Selbst hergestellte Kosmetik darf nicht ohne Weiteres verkauft werden. Für den Eigenbedarf ist das Anrühren dagegen unproblematisch.
Neben dem Harz ist Wachs ein Bestandteil von Propolis, was die Verarbeitung in Cremes und Salben erleichtert. Häufig wird es dabei mit Bienenwachs kombiniert, das in der Zutatenliste als Cera Alba geführt wird, und mit Honig, der dort als Mel erscheint.
Wie wird Propolis gewonnen und verarbeitet?
Propolis ist ein Baumaterial, das Bienen eintragen und im Bienenstock verbauen. Die Arbeiterinnen sammeln das klebrige Harz an Blütenknospen und Baumrinden, tragen es in ihren Körbchen zurück zum Stock und dichten damit Ritzen ab.
Es ist eine Mischung aus Harz, Wachs und Pollenresten und wird auch als Bienenkleber oder Kittharz bezeichnet. Für die Ernte legt der Imker ein Propolisgitter oben auf die Beute, das die Bienen mit Kittharz verschließen.
Zur Herstellung einer Propolis Tinktur wird das Rohmaterial gekühlt, vom Gitter abgebrochen, gereinigt, zerkleinert und anschließend über mehrere Wochen in Alkohol angesetzt. Danach wird die Lösung gefiltert und abgefüllt.
Der Propolisanteil der fertigen Tinktur wird auf dem Etikett in Prozent angegeben. Daneben findet Propolis als Zutat in Cremes und Salben Verwendung, wo es unter der INCI-Bezeichnung Propolis Extract geführt wird.
Von der Sammlung durch die Biene bis zum fertigen Produkt
Der Ablauf der Propolisgewinnung beginnt mit den Bienen, die Harz an Knospen und Baumrinde aufnehmen. Sie bringen es in den Bienenstock und vermischen es dort mit eigenem Sekret und Wachs zu Propolis.
Dieses „Bienenkitt“ verwenden sie dazu, Risse und Löcher in der Beute abzudichten, Rähmchen zu verkitten und Oberflächen zu überziehen. Aus dem geernteten Rohmaterial entstehen anschließend die im Handel üblichen Formen wie Tinktur, Granulat, Kapseln und Creme.
Die Weiterverarbeitung von Rohpropolis bis zum fertigen Produkt wird von den Menschen übernommen. Die Ernte des Rohpropolis aus den Bienenstöcken erfolgt sorgfältig, um die Bienen und ihre wertvollste Ressource nicht zu stören. Dann wird das gesammelte Propolis gereinigt und auf verschiedene Weise weiterverarbeitet.
Eine gängige Methode zur Gewinnung von Propolispräparaten ist die Alkoholextraktion. Die Art der Verarbeitung hängt jedoch vom Endprodukt ab: Für eine Salbe wird das Extrakt in eine Fettgrundlage eingearbeitet, für Kapseln dagegen getrocknetes Pulver verwendet.
Die Rolle von Harz, Wachs und Pollen bei der Entstehung von Propolis
Im Zusammenhang mit der Produktion von Propolis spielen Harz, Wachs und Pollen eine wesentliche Rolle. Bienen sammeln Harz hauptsächlich von Laub- und Nadelbäumen und vermischen dieses mit Speichel, Wachs und Pollen, um Propolis zu bilden.
Es ist anzumerken, dass Propolis im Bienenstock vor allem eine bauliche Aufgabe erfüllt: Es dichtet ab, verkittet Rähmchen und glättet die Innenwände der Beute.
Im Handel wird Propolis heute in vielen Formen angeboten. Nahrungsergänzungsmittel mit Propolis unterliegen dabei den lebensmittelrechtlichen Vorgaben zu Kennzeichnung und Verkehrsfähigkeit.
Angeboten werden sie als Kapseln, Tinkturen, Granulat, Cremes und Salben – je nach Verarbeitung des Rohmaterials.
Traditionelle und moderne Methoden der Propolis-Extraktion
Traditionell verwenden Imker meist die Methode der Alkoholextraktion, um das Propolis von den Bienenstöcken zu erhalten. Dabei wird das Propolis in Alkohol eingeweicht, wodurch die wertvollen Inhaltsstoffe in den Alkohol übergehen.
Diese Methode ist einfach und kostengünstig und bildet die Grundlage für Tinkturen und für Extrakte, die später in Salben eingearbeitet werden.
Im Gegensatz dazu stehen moderne Methoden der Propolis-Extraktion, die auf wissenschaftlichen Erkenntnissen und fortschrittlicher Technologie basieren. Ein Beispiel dafür ist die CO2-Extraktion, bei der das Propolis mit Kohlendioxid unter hohem Druck extrahiert wird. Durch diesen Vorgang entsteht ein hochkonzentrierter Propolis Extrakt, der besonders reich an bioaktiven Substanzen ist. Zudem gibt es noch die Methode der Wasserdampfdestillation, die insbesondere bei Propolis aus Neuseeland angewandt wird, wo die Bienen an der Südseemyrte sammeln.
Diese modernen Extraktionsmethoden ermöglichen eine höhere Ausbeute und Qualität an Propolis, womit der steigenden Nachfrage nach hochwertigen Propolis-Produkten entsprochen werden kann.
Die verschiedenen Methoden der Propolis-Extraktion können in zwei Hauptkategorien unterteilt werden: traditionelle und moderne Techniken. Beide haben ihre Vor- und Nachteile, die bei der Wahl der geeigneten Methode berücksichtigt werden sollten.
Traditionelle Alkoholextraktionsmethode:
- Die Alkoholextraktion ist eine einfache und kostengünstige Methode.
- Sie löst die harzlöslichen Bestandteile des Propolis, was für die Herstellung von Tinkturen erforderlich ist.
- Allerdings kann diese Methode einige wertvolle Inhaltsstoffe zerstören oder nicht vollständig extrahieren.
Moderne CO2-Extraktionsmethode:
- Bei dieser Methode wird das Propolis mit Kohlendioxid unter hohem Druck extrahiert.
- Diese Technik erzeugt einen hochkonzentrierten Propolis Extrakt, reich an bioaktiven Substanzen.
- Obwohl sie technisch anspruchsvoller ist, ermöglicht sie eine höhere Ausbeute und Qualität an Propolis.
Wasserdampfdestillationsmethode:
- Diese Methode eignet sich besonders gut zur Gewinnung von Manuka-Propolis.
- Sie nutzt Dampf zur Extraktion des Propolis aus dem Bienenstockmaterial.
- Dieser Prozess liefert vor allem die flüchtigen, ätherischen Bestandteile des Rohmaterials.
Es existieren auch andere moderne Methoden wie Ultraschallextraktion oder Mikrowellenextraktion. Jede hat ihre spezifischen Vorteile im Hinblick auf Effizienz, Geschwindigkeit und Qualität des Endprodukts. Die Wahl der besten Methode hängt von verschiedenen Faktoren ab, darunter die gewünschte Produktqualität, das verfügbare Budget und die technische Ausstattung.
Welche Propolis Produkte es im Handel gibt
Propolis ist ein Bienenerzeugnis, das im Handel in mehreren Formen angeboten wird. Bei der Rede über die Propolis-Produkte darf die Propolis Tinktur nicht fehlen.
Es ist eine flüssige Zubereitung, die meist aus Kittharz, Ethanol und Wasser besteht und tropfenweise dosiert wird; der Propolisanteil steht in Prozent auf dem Etikett. Daneben gibt es Propolis Kapseln, die getrocknetes und gemahlenes Rohmaterial enthalten.
Darüber hinaus gibt es kosmetische Zubereitungen wie Propolis Creme, Lotionen und Salben. Der Propolisanteil in diesen Produkten variiert je nach Rezeptur und Hersteller.
Kosmetische Mittel mit Propolis unterliegen der EU-Kosmetikverordnung 1223/2009 und tragen die Zutaten in INCI-Bezeichnungen. Es ist wichtig zu bemerken, dass die Zusammensetzung jedes Propolis-Produkts von Herkunft und Reinheit des verwendeten Kittharzes abhängt und daher schwanken kann.
Propolis Tinktur und Propolis Kapseln: Herstellung und Dosierform
Propolis Tinkturen sind die verbreitetste Handelsform des Bienenharzes. Sie entstehen, indem gereinigtes Rohpropolis zerkleinert und über mehrere Wochen in Alkohol angesetzt, anschließend gefiltert und in Tropfflaschen abgefüllt wird. Manche Zubereitungen enthalten zusätzlich Gelée Royale.
Propolis Kapseln sind eine weitere Handelsform; sie enthalten getrocknetes, gemahlenes Rohmaterial. Kapseln erleichtern die Dosierung, insbesondere für diejenigen, die den herben Geschmack von Bienenharz oder Tinkturen nicht mögen.
Zusätzlich sind einige Produkte, wie Propolis Cream, als kosmetische Mittel für die äußerliche Anwendung formuliert.
Propolis Creme und Salbe: Rezeptur und Kennzeichnung
Propolis enthält Bienenwachs, Harze und ätherische Öle. Diese Bestandteile lassen sich gut in eine Fettgrundlage einarbeiten, weshalb Propolis in Cremes und Salben als kosmetischer Rohstoff verwendet wird.
Im Bienenstock selbst dient Propolis dagegen als Baustoff, mit dem die Bienen Ritzen abdichten und Oberflächen überziehen.
Bei der Herstellung von Propolis Creme oder Salbe wird ein Extrakt in eine Grundlage aus Fetten, Ölen und Wachsen eingearbeitet. Die Rezeptur bestimmt, wie fest oder streichfähig das fertige Produkt am Ende ist.
Kosmetische Mittel dieser Art unterliegen der EU-Kosmetikverordnung 1223/2009: Sicherheitsbewertung, Kennzeichnung mit INCI-Bezeichnungen und Haltbarkeitsangabe sind vorgeschrieben.
Propolis als Nahrungsergänzungsmittel im Handel
Propolis wird auch als Nahrungsergänzungsmittel angeboten und unterliegt damit den entsprechenden lebensmittelrechtlichen Vorgaben. Dieses Bienenerzeugnis, oft als Bienenkleber bekannt, wird dafür getrocknet, gemahlen oder als Extrakt weiterverarbeitet.
Auf der Verpackung stehen die Zutaten, die empfohlene Verzehrmenge und der Hinweis, dass die angegebene Menge nicht überschritten werden soll.
Die Handelsformen in diesem Bereich sind vielfältig: Kapseln, Tropfen, Granulat und Pulver. Welche Form gewählt wird, hängt von der Verarbeitung des Rohmaterials und von der gewünschten Dosierbarkeit ab.
Ein Warnhinweis für Personen mit einer bekannten Allergie gegen Bienenprodukte ist bei diesen Erzeugnissen üblich und findet sich auf vielen Verpackungen.
Qualität und Herkunft von Propolispräparaten
Propolispräparate unterscheiden sich erheblich in ihrer Zusammensetzung. Der Grund liegt im Rohstoff selbst: Er schwankt je nach Standort, Baumbestand und Erntejahr.
Aus diesem Grund lässt sich Propolis nicht auf eine feste Rezeptur festlegen. Farbe, Geruch und Konsistenz einer Charge geben erste Hinweise auf ihre Herkunft.
Bei der Auswahl von Propolispräparaten lohnt daher ein Blick auf die Angaben des Herstellers zu Herkunft und Verarbeitung des Rohmaterials.
Aussagekräftig sind Angaben zum Erzeugerland, zum Propolisanteil in Prozent und zum verwendeten Extraktionsverfahren. Diese Angaben stehen üblicherweise auf dem Etikett oder der Verpackung.
Zusammensetzung von Propolis: Harz, Wachs und Begleitstoffe
Propolis besteht aus einer Vielfalt von Bestandteilen, die für sein Aussehen, seinen Geruch und seine Konsistenz verantwortlich sind. Die genaue Zusammensetzung variiert je nachdem, wo und an welchen Bäumen die Bienen das Harz sammeln.
Den größten Anteil machen Harze und Balsame aus, gefolgt von Wachs. Dazu kommen ätherische Öle, Pollenreste und geringe Mengen weiterer Begleitstoffe.
Der Wachsanteil erklärt, warum Propolis bei Wärme weich und klebrig, bei Kälte dagegen hart und spröde ist. Genau diese Eigenschaft nutzt der Imker bei der Ernte vom Propolisgitter.
Die ätherischen Öle prägen den würzigen, harzigen Geruch, der Propolis im Bienenstock sofort erkennbar macht. Die Farbe reicht je nach Harzquelle von gelblich über rotbraun bis fast schwarz.
Wo Propolis im Bienenstock verbaut wird
Im Bienenstock findet sich Propolis an sehr unterschiedlichen Stellen. Die Bienen verkitten damit die Auflageflächen der Rähmchen, sodass diese beim Öffnen der Beute hörbar losbrechen.
Darüber hinaus überziehen sie die Innenwände der Beute mit einer dünnen Schicht und verengen bei Bedarf das Flugloch, um den Eingang kleiner zu halten.
Auch Fremdkörper, die für die Bienen zu groß zum Heraustragen sind, werden im Stock mit Propolis überzogen und auf diese Weise eingeschlossen.
Für den Imker bedeutet das zusätzliche Arbeit: Stark verkittete Beuten lassen sich nur mit dem Stockmeißel öffnen. Genau diese Neigung einzelner Völker, viel Kittharz einzutragen, macht sie für die Propolisernte besonders interessant.
Angaben zum Propolisanteil auf der Verpackung
Der Propolisanteil variiert stark zwischen verschiedenen Produkten und Darreichungsformen. Tinkturen tragen dazu meist eine Zahl im Namen, die den Anteil in Prozent angibt, etwa 20 oder 40.
Zur Dosierung gilt die Angabe auf der Verpackung; bei Nahrungsergänzungsmitteln ist die empfohlene tägliche Verzehrmenge anzugeben und nicht zu überschreiten.
Propolis entsteht, indem Honigbienen Harz von Knospen und Baumrinde eintragen. Dieses wird mit Wachs und eigenem Sekret vermischt und im Stock zu „Kittharz“ verarbeitet.
Da der Rohstoff je nach Standort schwankt, sagt die Prozentangabe nur etwas über den Anteil im Produkt aus, nicht über die Herkunft des Harzes. Diese steht, wenn überhaupt, gesondert auf dem Etikett.
Propolis in der Imkerei: Ernte und Verarbeitung
Für die Ernte legt der Imker ein Propolisgitter oben auf die Beute. Die Bienen empfinden die Schlitze als unerwünschte Öffnungen und verschließen sie mit Kittharz, oft über mehrere Wochen hinweg.
Anschließend wird das Gitter entnommen und gekühlt, bis das Propolis hart und spröde ist. Dann lässt es sich durch Verwinden des Gitters in Stücken abbrechen.
Die Erntemenge je Volk und Jahr ist gering und liegt weit unter dem, was an Honig anfällt. Das erklärt, warum Propolis im Handel deutlich teurer ist als Honig.
Reinigung und Weiterverarbeitung von Rohpropolis
Frisch geerntetes Rohpropolis enthält neben dem Harz auch Wachsreste, Holzsplitter und Teile toter Bienen. Vor der Weiterverarbeitung wird es deshalb gereinigt.
Dazu wird das gekühlte Material gemahlen und gesiebt; leichtere Verunreinigungen lassen sich abtrennen. Das gereinigte Granulat ist die Grundlage für alle weiteren Handelsformen.
Propolis-Präparate bestehen entsprechend aus der Kombination von Harz, Pollenresten und Bienenwachs, ergänzt um das jeweilige Auszugsmittel.
Ihre Zusammensetzung variiert stark je nach Herkunft und Verarbeitung. Angaben zu Erzeugerland und Produktionsort finden sich auf der Verpackung.
Lagerung von Propolis und Propolisprodukten
Rohpropolis wird kühl, trocken und dunkel gelagert, am besten dicht verschlossen. Kühl gelagert bleibt es hart und lässt sich leichter zerkleinern als bei Zimmertemperatur.
Tinkturen werden in dunklen Flaschen aufbewahrt, da Licht die Inhaltsstoffe verändert; Cremes und Salben tragen eine Haltbarkeitsangabe auf der Verpackung.
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Die Bedeutung von „Made in Germany“ bei der Qualität von Propolisprodukten
„Made in Germany“ ist eine Herkunftsangabe, die sich auf den Ort der Herstellung bezieht. Bei Propolisprodukten ist sie insofern von Bedeutung, als unterschiedliche Herkünfte des Rohmaterials zu einer Variation der Zusammensetzung führen.
Da die genaue Zusammensetzung je nach Standort variiert, ist eine dokumentierte Qualitätssicherung in der Verarbeitung wesentlich. Sie stellt sicher, dass Herkunft und Reinheit des verwendeten Rohmaterials nachvollziehbar bleiben.
Zu unterscheiden ist dabei zwischen dem Herkunftsland des Rohpropolis und dem Ort der Verarbeitung. Beide Angaben können voneinander abweichen und stehen üblicherweise getrennt auf der Verpackung.
Für Kosmetik gelten zusätzlich die Vorgaben der EU-Kosmetikverordnung 1223/2009, für Nahrungsergänzungsmittel die lebensmittelrechtlichen Kennzeichnungspflichten.
Antworten auf häufig gestellte Fragen zur Propolis
Was ist Propolis?
Propolis ist Harz von Knospen und Baumrinde, das Bienen sammeln und mit Wachs und eigenem Sekret vermischen.
Wofür verwenden die Bienen Propolis?
Die Bienen dichten damit Ritzen im Stock ab, verkitten die Rähmchen und überziehen Oberflächen im Inneren der Beute.
Woraus besteht Propolis?
Den größten Anteil machen Harze und Balsame aus, dazu kommen Wachs, ätherische Öle und Pollenreste. Die Zusammensetzung schwankt je nach Harzquelle.
Wie wird Propolis gewonnen und verarbeitet?
Der Imker erntet Propolis mit einem Propolisgitter, das die Bienen mit Kittharz verschließen. Gekühlt lässt sich das Propolis abbrechen, danach wird es gereinigt und gemahlen.
Was sind die verschiedenen Propolisprodukte und wie werden sie verwendet?
Gehandelt wird Propolis als Rohpropolis in Brocken, als gereinigtes Granulat und als alkoholische Tinktur; daneben gibt es Kapseln, Cremes und Salben.
Woran erkennt man den Propolisanteil eines Produkts?
Bei Tinkturen steht der Anteil in Prozent im Produktnamen oder auf dem Etikett, etwa als Tinktur 20 oder 40.
Wie wird Propolis gelagert?
Rohpropolis wird kühl, trocken und dunkel gelagert. Tinkturen gehören in dunkle Flaschen, Cremes und Salben tragen eine Haltbarkeitsangabe auf der Verpackung.
Was bedeutet „Made in Germany“ für die Qualität von Propolisprodukten?
„Made in Germany“ ist eine Angabe zum Ort der Herstellung. Sie sagt nichts über das Herkunftsland des Rohpropolis aus – dieses wird, falls angegeben, gesondert ausgewiesen.
