In einer Welt, in der Nachhaltigkeit und natürliche Inhaltsstoffe immer mehr an Bedeutung gewinnen, erfreuen sich kosmetische Produkte auf Honigbasis einer wachsenden Beliebtheit. Honig, dieses süße, goldene Naturprodukt, ist nicht nur ein Brotaufstrich, sondern auch ein Rohstoff, der in der Kosmetikherstellung verarbeitet wird.
Weil Honig Wasser bindet und sich gut in Emulsionen einarbeiten lässt, findet er in der Kosmetik vielseitige Verwendung. In der Zutatenliste erscheint er unter der INCI-Bezeichnung Mel. Von Cremes und Lotionen über Lippenbalsame bis hin zu Haarmasken wird er als Rohstoff eingesetzt.
In diesem Artikel werfen wir einen Blick auf die Einsatzmöglichkeiten von Honig und Bienenwachs in der Kosmetik, auf die INCI-Bezeichnungen und auf die rechtlichen Vorgaben.
Warum sind Bienenprodukte in der Kosmetik so beliebt?
Bienenprodukte wie Honig, Propolis und Bienenwachs haben eine lange Geschichte in der Kosmetikindustrie, und ihre Popularität hat in jüngster Zeit deutlich zugenommen, da immer mehr Verbraucher natürliche und umweltfreundliche Produkte suchen.
Honig bindet aufgrund seines hohen Zuckeranteils Wasser und wird in der Kosmetik als Mel geführt. Bienenwachs, in der Zutatenliste als Cera Alba bezeichnet, dient in Cremes und Lotionen als Konsistenzgeber und bildet auf der Oberfläche einen dünnen Film.
Propolis, ein weiterer Bestandteil aus dem Bienenstock, wird als Extrakt in Cremes und Salben eingearbeitet und erscheint dort als Propolis Extract oder Propolis Cera. Es handelt sich um Harz von Knospen und Baumrinde, das die Bienen mit Wachs und eigenem Sekret vermischen.
Die Erzeugung dieser Rohstoffe ist an die Imkerei gebunden und damit an regionale Standorte und Erntezeiten. Angesichts dieser Herkunft ist es nicht verwunderlich, dass Bienenprodukte in der Naturkosmetik einen festen Platz haben.
Honig und Propolis als Rohstoffe
Seit Jahrtausenden wird Honig genutzt und verarbeitet. Seine Fähigkeit, Wasser zu binden, und seine zähflüssige Konsistenz machen ihn zu einer verbreiteten Zutat in kosmetischen Mitteln, unter anderem in Cremes, Masken und Lippenpflegeprodukten.
Häufig wird er mit anderen Rohstoffen wie Gelée Royale und Aloe Vera kombiniert. Gelée Royale ist der Futtersaft, den Ammenbienen in ihren Futtersaftdrüsen bilden und an Königinnenlarven verfüttern; in der Zutatenliste steht es als Royal Jelly.
Propolis hingegen, ein weiteres Erzeugnis der Bienen, wird als alkoholischer Auszug in Pflegeprodukte eingearbeitet. Dieses Harzgemisch stammt von Knospen und Baumrinde und wird von den Bienen mit Wachs und eigenem Sekret vermischt.
Der Propolisanteil einer Zubereitung richtet sich nach der Rezeptur des Herstellers. Die Imkerei liefert dafür das Rohmaterial, das mit einem Propolisgitter geerntet, gekühlt, abgebrochen, gereinigt und gemahlen wird.
Bienenwachs und Gelée Royale als Feuchtigkeitsspender
In der Welt der Kosmetik hat sich Bienenwachs als ein unschätzbarer Inhaltsstoff für Feuchtigkeitscremes und -lotionen etabliert. Dank seiner natürlichen, wachsartigen Textur bildet es eine Art Schutzschicht auf der Haut, die den Feuchtigkeitsverlust verhindert, ohne die Poren zu verstopfen.
Bienenwachs stammt aus den Wachsdrüsen der Arbeiterinnen und wird vom Imker aus alten Waben und der Entdeckelung eingeschmolzen. Ein wesentlicher Grund für seinen Einsatz in der Kosmetik ist, dass es Cremes und Lotionen fester macht.
Gelée Royale ist dagegen der Futtersaft der Ammenbienen und wird durch Umlarven und Absaugen aus den Weiselzellen gewonnen. Weil dieses Verfahren sehr arbeitsintensiv ist, zählt Gelée Royale zu den teuersten Rohstoffen, die aus dem Bienenstock stammen.
Es ist nicht verwunderlich, dass sowohl Bienenwachs als auch Gelée Royale verbreitete Zutaten in kosmetischen Mitteln mit Honig sind. In der Zutatenliste stehen sie als Cera Alba und als Royal Jelly.
Kosmetik mit Honig: Eine Tradition mit modernen Vorteilen
Honig wird seit Jahrhunderten im Kosmetikbereich verwendet. Er entsteht aus Nektar oder Honigtau, besteht überwiegend aus Fructose und Glucose und enthält daneben Enzyme, Aroma- und Farbstoffe sowie Pollen.
Neben Honig verwenden die Menschen auch andere Bienenprodukte, wie Cera Alba (Bienenwachs), in ihrer Schönheitsroutine. Cera Alba ist ein besonderer Inhaltsstoff, der oft als Verdickungsmittel in Kosmetikeprodukten wie Lippenstiften und Cremes verwendet wird.
Innovationen in der Kosmetikherstellung haben es ermöglicht, dass traditionelle Produkte wie Honig nun in modernen Formaten wie Gels und Seren zur Verfügung stehen. Die Kombination von Honig und anderen pflanzlichen Inhaltsstoffen bietet eine leistungsstarke und zugleich sanfte Hautpflegeoption, die von vielen Menschen bevorzugt wird.
Zusätzlich zu seiner Süße bringt Honig ein sortentypisches Aroma mit, das je nach Tracht von blumig-mild bis kräftig-würzig reicht. Es ist kein Wunder, dass Kosmetik mit Honig auch heute verbreitet ist.
Die wichtigsten Bienenprodukte und ihre INCI-Bezeichnungen
Im Bereich der Kosmetik und Pflegeprodukte spielen Bienenprodukte eine immer wichtigere Rolle. Ihre natürlichen Inhaltsstoffe und die Vielfalt ihrer Anwendungsmöglichkeiten machen sie zu einem unverzichtbaren Bestandteil in zahlreichen Beauty Artikeln – von Gesichtscremes bis hin zu Lippenpflege.
Besonders häufig begegnen einem hier Propolis und Bienenwachs, die in Zutatenlisten als Propolis Extract beziehungsweise Cera Alba geführt werden.
Die Imkerei Schachtner ist ein Beispiel für einen Produzenten, der die Bedeutung dieser Inhaltsstoffe erkannt hat und sie in einer Vielzahl von Produkten verwendet. Eines ihrer Standout-Produkte ist die Honigseife, die aufgrund ihrer sanften Reinigungseigenschaften und des natürlichen Honigaromas bei Verbrauchern sehr beliebt ist.
Es sollte jedoch nicht vergessen werden, dass bei allen Bienenprodukten Qualität entscheidend ist.
Honig: Mehr als nur süß
Honig ist nicht nur ein süßes Naturprodukt für die Küche. Er ist auch ein verbreiteter Bestandteil von Kosmetikprodukten. Lippenbalsame enthalten beispielsweise oft Honig, weil er Wasser bindet und sich gut mit Wachsen und Ölen verarbeiten lässt.
Beim Auftragen entsteht auf den Lippen ein dünner Film aus Wachsen und Ölen, der einen glänzenden Schimmer hinterlässt.
Für Bio-Honig gelten zusätzlich die Vorgaben der EU-Öko-Verordnung, etwa zur Standortwahl der Bienenstände. Manche Rezepturen kombinieren Honig mit weiteren Zutaten wie Panthenol, das in der Zutatenliste unter dieser Bezeichnung erscheint.
Welche Zutat in welcher Menge enthalten ist, lässt sich an der Reihenfolge der INCI-Liste ablesen: Sie ist nach absteigendem Anteil sortiert.
Propolis in kosmetischen Zubereitungen
Propolis Creme ist eine verbreitete Zubereitung in der Naturkosmetik. Der Rohstoff dafür stammt aus dem Bienenstock, wo die Bienen mit dem Kittharz Ritzen abdichten und Oberflächen überziehen.
Für die Creme wird ein alkoholischer Auszug hergestellt und in eine Grundlage aus Fetten, Ölen und Wachsen eingearbeitet. Propolis findet sich darüber hinaus als Zutat in Zahncremes und Mundpflegeprodukten.
Kosmetische Mittel unterliegen dabei der EU-Kosmetikverordnung 1223/2009. Vorgeschrieben sind unter anderem eine Sicherheitsbewertung vor dem Inverkehrbringen, die Kennzeichnung mit INCI-Bezeichnungen und eine Haltbarkeitsangabe.
Gelée Royale und Bienenwachs: Herkunft und Verarbeitung
Gelée Royale, das Ammenbienen in ihren Futtersaftdrüsen bilden, ist ein bekanntes Element der Bienenkosmetik. Es besteht überwiegend aus Wasser, dazu kommen Proteine, Zucker und Fettsäuren; in der Zutatenliste erscheint es als Royal Jelly.
Kombiniert wird Gelée Royale häufig mit Honig, der in der Zutatenliste als Mel steht. Weil Gelée Royale gegenüber Wärme und Licht empfindlich ist, wird es gekühlt gelagert oder gefriergetrocknet verarbeitet.
Bienenwachs bildet beim Auftragen einen dünnen Film. Es besteht überwiegend aus Wachsestern, freien Fettsäuren und langkettigen Kohlenwasserstoffen und schmilzt bei etwa 62 bis 65 Grad Celsius. Daher wird es häufig in Körper- und Handcremes sowie in Lippenpflegeprodukten verarbeitet.
Eine Bodylotion mit Honig und Bienenwachs ist eine reichhaltige Emulsion aus Fett- und Wasserphase. Neben der Hautpflege hat Bienenkosmetik auch ihren Platz in der Haarpflege, etwa in Haarwachsen und Kuren.
Anwendungsmöglichkeiten von Bienenprodukten für die Körperpflege
Bei der Körperpflege finden Bienenprodukte eine Vielzahl von Anwendungen. Sie werden häufig in Pflegecremes, Lotions und Balsamen verwendet. Ein häufig verwendeter Inhaltsstoff ist Ethylhexyl Laurat, ein Ester von Laurinsäure und Ethylhexanol, der bei Hautpflegeprodukten als Weichmacher und Emolliens verwendet wird.
Simmondsia Chinensis, auch als Jojoba bekannt, ist ein weiterer verbreiteter Bestandteil; chemisch handelt es sich dabei um ein flüssiges Wachs und nicht um ein Öl.
In der Körperpflegeindustrie wird Propylenglykol ebenfalls häufig eingesetzt; es dient als Feuchthaltemittel und Lösungsmittel. Die sogenannte INCI-Liste (International Nomenclature Cosmetic Ingredient) listet alle Inhaltsstoffe eines kosmetischen Mittels in absteigender Reihenfolge ihres Anteils auf und ist nach der EU-Kosmetikverordnung 1223/2009 vorgeschrieben.
Zusammen bilden diese Inhaltsstoffe und Bienenprodukte die Rezeptur, aus der die fertige Zubereitung besteht.
Wie Honig in Rezepturen verarbeitet wird
Sein hoher Zuckeranteil macht Honig zu einer verbreiteten Zutat in Hautpflegeprodukten: Fructose und Glucose binden Wasser, weshalb Honig in Rezepturen als Feuchthaltemittel eingesetzt wird.
Verarbeitet wird Honig üblicherweise in die Wasserphase einer Emulsion, und zwar erst bei unter 40 Grad Celsius, damit Aroma und Enzymgehalt erhalten bleiben. Zudem lässt sich Honig aus der eigenen Imkerei verwenden, dessen Herkunft bekannt ist.
Daneben lässt sich Honig gut mit anderen Rohstoffen wie Sheabutter kombinieren. Sheabutter erscheint in der Zutatenliste als Butyrospermum Parkii Butter und bildet gemeinsam mit Wachsen die Fettphase der Rezeptur.
Dieser Mix ist eine Alternative zu Rezepturen mit Petrolatum, einem Erdöl-Derivat, das häufig in herkömmlichen Hautpflegeprodukten zu finden ist. Darüber hinaus wird Honig in Mund- und Lippenpflegeprodukten anstelle künstlicher Süßstoffe eingesetzt, weil er ein süßes Aroma mitbringt.
Propolis Creme: Zusammensetzung und Anwendung
Propolis Creme besteht aus einem Propolisauszug und einer Grundlage aus Fetten, Ölen und Wachsen. Der Auszug bringt ätherische Öle und harzige Bestandteile in die Rezeptur ein.
Der Propolisanteil wird vom Hersteller festgelegt und steht in der Zutatenliste an der Stelle, die seinem Anteil entspricht. Die Farbe der Creme fällt je nach Herkunft des Harzes gelblich bis bräunlich aus, der Geruch ist würzig-harzig.
Für die Verwendung reicht bereits eine kleine Menge aus. Die Creme wird auf die gewünschte Hautpartie aufgetragen und sanft einmassiert, bis sie eingezogen ist. Ein Warnhinweis für Personen mit einer bekannten Allergie gegen Bienenprodukte ist bei solchen Zubereitungen üblich.
Zusätzlich enthalten viele Propolis Cremes auch Honig, in der Zutatenliste als Mel geführt. Er bindet Wasser und wird deshalb in die Wasserphase der Emulsion eingearbeitet. Diese Kombination aus Propolis und Honig ist in der Bienenkosmetik weit verbreitet.
Lippenpflege und Lippenbalsam mit Bienenwachs
Unter den Rohstoffen, die in der kosmetischen Industrie eingesetzt werden, ist Bienenwachs für die Lippenpflege besonders verbreitet. Mit seiner festen Textur bildet es auf den Lippen einen dünnen Film und gibt dem Stift oder Balsam seine Standfestigkeit. Bienenwachs erscheint in der Zutatenliste als Cera Alba.
Lippenbalsam mit Bienenwachs wird üblicherweise morgens und abends aufgetragen. Ein weiterer verbreiteter Inhaltsstoff in Lippenbalsamen ist Honig.
Honig bindet Wasser und bringt zugleich ein süßes Aroma mit. Damit gehören Bienenwachs und Honig zu den am häufigsten verwendeten Rohstoffen in Lippenpflegeprodukten aus dem Bienenstock.
Wie man die beste Qualität von kosmetischen Bienenprodukten erkennt
Die Zusammensetzung kosmetischer Bienenprodukte lässt sich an der Zutatenliste ablesen. Propolis erscheint dort als Propolis Cera oder Propolis Extract, Bienenwachs als Cera Alba und Honig als Mel.
Daneben finden sich Stoffe wie Ethylhexylstearat, die als Emollient dafür sorgen, dass sich eine Zubereitung leicht auftragen und verteilen lässt.
Weitere Bestandteile wie Magnesiumsulfat dienen in Emulsionen der Stabilisierung. Die Reihenfolge der INCI-Liste zeigt dabei an, welcher Stoff mengenmäßig überwiegt und welcher nur in geringem Anteil enthalten ist.
Auf der Verpackung stehen außerdem die Chargennummer, die Haltbarkeitsangabe und die verantwortliche Person im Sinne der EU-Kosmetikverordnung. Es ist immer ratsam, das Etikett zu lesen und die Zutatenliste durchzugehen.
Was macht ein Pflegeprodukt mit Honig so besonders?
Honig ist ein Rohstoff, der in Pflegeprodukten wegen seiner Konsistenz und seiner wasserbindenden Eigenschaft verwendet wird. Er besteht überwiegend aus Fructose und Glucose und bringt daneben Enzyme sowie Aroma- und Farbstoffe der jeweiligen Tracht mit.
Eine typische Zutatenliste für ein Pflegeprodukt mit Honig könnte Glyceryl Stearate Citrate, Simmondsia Chinensis Öl, Polyglyceryl-2 und Tocopheryl Acetate enthalten. Glyceryl Stearate Citrate ist ein Emulgator, der Wasser und Öle verbindet und damit die Rezeptur stabilisiert.
Simmondsia Chinensis Öl, auch als Jojobaöl bekannt, ist chemisch ein flüssiges Wachs. Polyglyceryl-2 ist ein weiterer Emulgator, der die Textur der Zubereitung bestimmt, und Tocopheryl Acetate ist eine Form von Vitamin E, die in Rezepturen als Antioxidans für die Fettphase dient. Zusammen ergeben diese Stoffe die Grundlage der Rezeptur.
Tipps für den Kauf von kosmetischen Produkten mit natürlichen Inhaltsstoffen
Beim Kauf von Kosmetikprodukten mit natürlichen Inhaltsstoffen lohnt ein Blick auf die INCI-Liste. Stoffe wie Palmitate und Sodium Palm Kernelate stammen aus Palmöl, dessen Anbau umstritten ist. Wer Bienenprodukte sucht, achtet auf die Bezeichnungen Mel, Cera Alba, Propolis Extract und Royal Jelly.
Wer Duftstoffe meiden möchte, findet die Hinweise dazu ebenfalls in der Zutatenliste: Deklarationspflichtige Duftstoffe werden dort einzeln aufgeführt, alle übrigen unter dem Sammelbegriff Parfum. Auch die Haltbarkeitsangabe steht auf der Verpackung.
Die Rolle der Imkerei in der Qualität von Bienenkosmetik
Die Beschaffenheit der Bienenprodukte in Kosmetik hängt direkt von der Praxis der Imkerei ab. Honig, Wachs, Propolis und Gelée Royale werden dort geerntet, gereinigt und weiterverarbeitet, bevor sie als Rohstoffe in eine Rezeptur eingehen.
Darüber hinaus achtet die Imkerei auf die Reinheit des Rohmaterials: Wachs wird eingeschmolzen und geklärt, Propolis gekühlt, gemahlen und gesiebt. Für das fertige kosmetische Mittel schreibt die EU-Kosmetikverordnung 1223/2009 zusätzlich eine Sicherheitsbewertung vor dem Inverkehrbringen vor.
DIY-Rezepte: Eigene Kosmetik mit Honig herstellen
Kosmetik mit Honig lässt sich für den Eigenbedarf mit wenigen Schritten selbst anrühren. Wichtig ist zu wissen: Selbst hergestellte Kosmetik darf nicht ohne Weiteres verkauft werden, denn dafür gelten die Vorgaben der EU-Kosmetikverordnung 1223/2009 mit Sicherheitsbewertung, INCI-Kennzeichnung und Haltbarkeitsangabe.
Für den Eigenbedarf ist das Anrühren dagegen unproblematisch. Als Tenside kommen dabei etwa Disodium Cocoyl Glutamate infrage, das aus Kokosöl und fermentiertem Zucker hergestellt wird.
Wer ein kühlendes Gefühl bevorzugt, kann Menthol zugeben, das aus Pfefferminz- oder anderen Minzölen gewonnen wird.
Beim Anrühren selbst sind saubere Gefäße, frische Rohstoffe und eine kühle Lagerung der Ansätze entscheidend, da selbst gemachte Zubereitungen ohne Konservierung nur wenige Tage haltbar sind.
Hier finden Sie einige DIY-Rezepte für kosmetische Zubereitungen mit Honig. Sie sind einfach herzustellen und kommen mit wenigen Zutaten aus.
- Feuchtigkeitsspendende Gesichtsmaske: Mischen Sie zwei Esslöffel rohen Honig mit einem Esslöffel Aloe Vera Gel. Tragen Sie die Maske auf das gereinigte Gesicht auf und lassen Sie sie 15 Minuten einwirken, bevor Sie sie abspülen. Der Ansatz ist nicht konserviert und wird deshalb frisch angerührt.
- Honig-Lippenbalsam: Schmelzen Sie einen Teelöffel Bienenwachs in einem Wasserbad und fügen Sie dann zwei Teelöffel Kokosöl hinzu. Nachdem das Wachs geschmolzen ist, geben Sie einen Teelöffel Honig hinzu und rühren bis alles gut vermischt ist. Gießen Sie die Mischung in leere Lippenbalsamdöschen und lassen es abkühlen.
- Honig-Körperpeeling: Vermischen Sie eine Tasse braunen Zucker mit einer halben Tasse Olivenöl oder Kokosöl sowie einer viertel Tasse rohen Honig. Der Zucker dient dabei als Schleifkörper, Öl und Honig bilden die Trägermasse.
- Haarmaske aus Honig: Mischen Sie einen Teil rohen Honigs mit zwei Teilen Oliven- oder Kokosnussöl. Auf das Haar auftragen, 20 Minuten einwirken lassen und anschließend gründlich ausspülen.
Es gibt viele weitere Möglichkeiten, eigene Zubereitungen mit Honig anzurühren. Notieren Sie sich dabei Rezeptur und Datum, damit Sie den Ansatz später zuordnen können.
Denken Sie daran, sauber zu arbeiten und die Ansätze kühl und dicht verschlossen zu lagern. Und noch einmal: Selbst hergestellte Kosmetik darf nicht ohne Weiteres verkauft werden.
Zahncreme mit Propolis: Zutaten und Rezeptur
Propolis wird auch als Zutat in Zahncremes verarbeitet. Verwendet wird dafür in der Regel ein alkoholischer Auszug, dessen Propolisanteil in Prozent angegeben wird.
Potassium Cocoyl Collagen, ein Stoff, der sich von Fettsäuren und Collagen ableitet, dient in solchen Rezepturen als mildes Tensid.
Ein weiterer Bestandteil dieser Zahncreme ist PEG-4 Polyglyceryl-2 Stearate, ein Emulgator, der die Öl- und Wasseranteile der Zubereitung verbindet. Das ist für die Einarbeitung von Sesamum Indicum Öl, Sweet Almond Oil und Borago Officinalis Öl erforderlich, die die Fettphase der Zubereitung bilden.
Zusammen ergeben diese Zutaten die Grundlage der Rezeptur. Die Herstellung einer eigenen Zahncreme mit Propolis erfordert nur wenige Zutaten – für den Verkauf gelten allerdings gesonderte rechtliche Vorgaben.
Bodylotion mit Honig: Ein Rezept für Zuhause
Mit Sesamum Indicum Kernöl, auch bekannt als Sesamöl, und Melissa Officinalis Blüte bekommt eine selbst angerührte Bodylotion mit Honig ihren charakteristischen Duft und ihre Konsistenz.
Beide Zutaten sind pflanzlichen Ursprungs und erhöhen den Anteil natürlicher Rohstoffe in der eigenen Rezeptur. Ergänzt werden sie durch Honig, der Wasser bindet und in die Wasserphase eingerührt wird.
Bei der Herstellung einer Bodylotion ist darauf zu achten, dass Fett- und Wasserphase gründlich emulgiert werden, damit sich die Mischung später nicht wieder trennt. Honig wird dabei erst bei unter 40 Grad Celsius eingerührt, damit Aroma und Enzymgehalt erhalten bleiben. In der Zutatenliste erscheint er als Mel.
Abschließend gilt: Selbst angerührte Lotionen ohne Konservierung sind nur wenige Tage haltbar und werden kühl und dicht verschlossen aufbewahrt.
Lippenbalsam mit Bienenwachs und Propolis: Einfach und effizient
Es gibt mehrere Gründe, warum Lippenbalsam mit Bienenwachs und Propolis in der Kosmetikindustrie verbreitet ist. Erstens gibt Bienenwachs dem Balsam seine Festigkeit und bildet beim Auftragen einen dünnen Film. Zweitens lässt es sich bei etwa 62 bis 65 Grad Celsius schmelzen und gut mit Ölen mischen.
Propolis, das Kittharz der Bienen, wird als alkoholischer Auszug zugegeben und bringt eine gelblich-braune Färbung sowie einen würzig-harzigen Geruch in die Rezeptur ein.
Die Herstellung eines effizienten Lippenbalsams mit Bienenwachs und Propolis ist auch erstaunlich einfach. Es erfordert nur wenige Zutaten und ein wenig Zeit. Die Grundbestandteile sind Bienenwachs, Propolis-Tinktur, ein Trägeröl wie Mandel- oder Jojobaöl und ein ätherisches Öl für den Duft.
Unter Verwendung eines Wasserbades wird das Bienenwachs zuerst geschmolzen, dann das Trägeröl und die Propolis-Tinktur hinzugefügt. Nachdem die Mischung gut vermischt ist, kann das ätherische Öl zugegeben und alles in kleine Behälter gegossen werden. Das Ergebnis ist ein selbst hergestelltes Lippenpflegeprodukt für den Eigenbedarf.
Antworten auf häufig gestellte Fragen zu Kosmetik mit Honig
Welche Bienenprodukte werden in der Kosmetik verwendet?
Verwendet werden vor allem Honig (Mel), Bienenwachs (Cera Alba), Propolis-Extrakt und Gelée Royale (Royal Jelly).
Woher stammen Honig und Propolis?
Honig entsteht aus Nektar oder Honigtau; Propolis ist Harz von Knospen und Baumrinde, das Bienen mit Wachs und Sekret vermischen.
Wie werden Bienenwachs und Gelée Royale gewonnen?
Bienenwachs wird aus alten Waben und der Entdeckelung eingeschmolzen, Gelée Royale durch Umlarven und Absaugen aus den Weiselzellen gewonnen.
Wie wird Honig in Rezepturen eingesetzt?
Honig wird in die Wasserphase einer Emulsion eingerührt, und zwar bei unter 40 Grad Celsius, damit Aroma und Enzymgehalt erhalten bleiben.
In welchen Produkten steckt Honig?
Honig findet sich in Gesichtsmasken, Cremes, Lotionen, Seifen und Lippenbalsamen; in der Zutatenliste steht er als Mel.
Woraus besteht eine Propolis Creme?
Eine Propolis Creme besteht aus einem Propolisauszug und einer Grundlage aus Fetten, Ölen und Wachsen; der Anteil steht in der INCI-Liste.
Warum steckt Bienenwachs in Lippenbalsam?
Bienenwachs gibt dem Balsam seine Festigkeit, lässt sich bei etwa 62 bis 65 Grad Celsius schmelzen und bildet beim Auftragen einen dünnen Film.
Was steht auf der Verpackung eines Kosmetikprodukts?
Vorgeschrieben sind unter anderem die INCI-Liste nach absteigendem Anteil, eine Haltbarkeitsangabe, die Chargennummer und die verantwortliche Person.
Was sollte man beim Kauf von kosmetischen Produkten mit natürlichen Inhaltsstoffen beachten?
Beim Kauf lohnt ein Blick auf die INCI-Liste: Sie ist nach absteigendem Anteil sortiert und nennt jede Zutat mit ihrer festgelegten Bezeichnung.
Welche Rolle spielt die Imkerei in der Qualität von Bienenkosmetik?
Die Imkerei liefert die Rohstoffe: Honig, Wachs, Propolis und Gelée Royale werden dort geerntet, gereinigt und für die Weiterverarbeitung vorbereitet.
Wie kann man eigene Kosmetik mit Honig herstellen?
Es gibt viele DIY-Rezepte für die Herstellung von eigener Kosmetik mit Honig, einschließlich selbstgemachten Gesichtsmasken, Cremes, Lotionen und Lippenbalsamen.
Wie stellt man eine natürliche Zahncreme mit Propolis selbst her?
Eine natürliche Zahncreme mit Propolis kann durch Mischen von Propolis-Extrakt mit anderen natürlichen Zutaten wie Kokosöl und Backpulver hergestellt werden.
Wie kann man eine Bodylotion mit Honig für den Hausgebrauch herstellen?
Eine Bodylotion mit Honig für den Hausgebrauch kann durch Mischen von Honig mit anderen feuchtigkeitsspendenden Zutaten wie Kokosöl und Shea-Butter hergestellt werden.
Wie stellt man einen einfachen und effizienten Lippenbalsam mit Bienenwachs und Propolis her?
Ein Lippenbalsam mit Bienenwachs und Propolis kann durch Mischen dieser Zutaten mit einem Öl wie Kokos- oder Mandelöl hergestellt werden.
